Bis Kinder etwa 10 Jahre alt sind, betrachtet der Hund sie als Babies und läßt sich sehr viel von ihnen gefallen, sofern er groß genug ist, um jede Dummheit, die sich ein Kind einfallen lassen könnte, schadlos zu verkraften. Das heißt ein grösserer Hund läßt sich von kleinen Kindern vieles gefallen, ein Kleinerer dagegen könnte anders reagieren, wenn ihm Kinder durch spielen weh tun, zum Beispiel am Schwanz oder Beinen ziehen oder ihn grob hochheben oder ihn auf seine sensiblen Pfoten treten.
Außerdem sollte man einem Hund niemals zumuten, daß die Kinder mit ihm alles machen dürfen, was ihnen einfällt. Kinder sollten einen Hund weder schlagen, noch ihm an den Ohren ziehen, noch ihm sein Spielzeug oder gar Futter wegnehmen und sie dürfen auch nicht in den Hundekorb. Wenn man diese Regel nicht beachtet, dann wird es irgendwann ein Unglück geben, wenn das Kind neun oder 10 wird und der Hund der Ansicht ist, daß es nun langsam erwachsen wird und sich benehmen sollte - oder wenn fremde Kinder zu Besuch kommen, die einen grossen Lärm machen und ihm noch auf den sensiblen Pfoten herumtanzen.
Ein kleines Kind kann keinen Hund erziehen, also müssen die Eltern den Hund im Auge behalten, und ihm beibringen, was er mit einem Kind machen darf und was nicht. Und ein Hund kann keine kleinen Kinder erziehen, deshalb müssen die Eltern die Kinder im Auge behalten und ihnen beibringen, wie sie angemessen mit einem Hund umgehen!
Kinder ab etwa 10 Jahren können nach und nach mehr Verantwortung für den Hund übernehmen. Stellen Sie feste Regeln auf, wofür Ihr Kind verantwortlich ist!
Ein paar wichtige Regeln für den Umgang mit dem Hund:
Hund nie im Schlaf oder beim Fressen stören nie dem Hund etwas wegnehmen (Futter, Kauknochen oder Lieblingsspielzeug) nicht am Schwanz oder am Fell ziehen nicht schlagen immer von vorn auf den Hund zugehen, um ihn nicht zu erschrecken hektische Bewegungen und lautes Schreien vermeiden Hund nicht hochheben nie ohne Erlaubnis auf fremde Hunde zugehen !
Dazu ein gutes Beispiel von einem "TIERWELT" Leser:
Genau so passiert es! Der Hund fühlt sich angegriffen und verteidigt sich. (Das Foto oben ist so eine Situation, Hund an der Kette!!!!) .....Kinder muss man unbedingt erziehen, dass sie ohne Erlaubnis der Eltern kein Tier anfassen dürfen....
Behandle einen Hund so, wie du selbst behandelt werden möchtest! Diese Regel gilt natürlich auch für andere Tiere!
Ein paar Ratschläge
Bringen Sie kleinen Kindern bei, den Hund nicht zu verfolgen. Zeigen Sie den Kindern, wie man Ihr Haustier zart streichelt und bilden Sie den Hund dazu aus, den Anweisungen der Kinder gegen eine Belohnung Folge zu leisten. Vermitteln Sie Kindern, an welchen Stellen der Hund am besten gestreichelt wird – am oberen Bereich des Kopfes sowie entlang dem Rücken. Der Hund sollte niemals am Schwanz gezogen werden. Wenn er frisst, sich erleichtert oder schläft, sollte der Hund stets in Ruhe gelassen werden.
ältere Kinder
Die meisten Hunde haben gerne Babys um sich herum, da dies auch für mehr Besucher und somit mehr Aufmerksamkeit sorgt! Diese Annehmlichkeit beginnt aber wieder nachzulassen, sobald die Kinder sich eigenständig fortbewegen können – ein krabbelndes Kind oder eines, das gerade zu laufen gelernt hat, kann den Hund urplötzlich überraschen und Kindergeschrei kann eine beängstigende Wirkung haben.
Zu dieser Zeit wird es noch wichtiger, für den Hund Bereiche zu schaffen, in die er sich zurückziehen kann. Hunde mögen es nicht, wenn ihre Halter ihnen ständig nachsetzen oder andere Personen zu ihnen nett sein wollen. Wenn ein Kind, das gerade zu gehen gelernt hat, plötzlich und unkoordiniert einem Hund nachsetzt oder ihn dauernd verfolgt, kann dies auf Hunde sehr beunruhigend wirken. Eltern sollten die Vorgänge zwischen ihren Kindern und den Hunden stets beobachten, bis sie sich sicher sein können, dass die Kinder alt und reif genug sind, um sich dem Hund ruhig zu nähern, ihn vorsichtig anzufassen und seine Körpersprache zu deuten. Nur so können Kinder erkennen, wann Zuneigungsgesten vom Hund erwünscht oder unerwünscht sind. Jungen Kindern sollte niemals der Versuch gestattet werden, einen Hund anzufassen, als Pony zu benutzen oder auf den Arm zu nehmen, bis sie auch kräftig genug sind, das Tier ordnungsgemäss zu halten.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten für Kinder, Hunde kennen zu lernen sowie die Launen und Bedürfnisse eines anderen Lebewesens respektieren zu lernen. Beispielsweise durch „handfreies“ Spielen, bei dem Bälle und Spielsachen geworfen werden, denen der Hund nachjagt, oder indem die Kinder ruhig neben dem Hund sitzen oder diesen vielleicht streicheln und liebkosen, solange ihm dies recht ist. Gestalten Sie diese Erfahrung für den Hund wie für das Kind durch Bestätigung möglichst erfreulich, d.h. loben Sie den Hund oder geben Sie ihm einen Leckerbissen und loben Sie ebenfalls das Kind. Dies kann dazu beitragen, langsam die richtige Art des Miteinander-Auskommens und die Bindung zueinander aufzubauen.
Daneben sollte etwas älteren Kindern vermittelt werden, wie sie bei der Ausbildung des Hundes mithelfen können und für ihn auch etwas Verantwortung übernehmen, indem sie zu geeigneter Zeit mit dem Hund spazieren gehen oder Bewegungseinheiten gestalten. Sie sollten jedoch immer das Kräfteverhältnis im Auge behalten und Kinder nicht alleine losziehen lassen, bis diese mehr Kraft haben als der Hund (auch in Ausnahmesituationen) und verstehen, welch grosse Verantwortung sie übernehmen!